Céline Dion im Stade de Suisse Bern, 15. Juli 2017, besucht von Léonard Wüst

  Alles war angerichtet, prächtiges Sommerwetter, mit dem „Stade de Suisse“ in Bern ein perfekter Schauplatz, gutgelaunte Leute, die in langen Schlangen geduldig anstanden, um den kanadischen Superstar live zu erleben. Schon eine Stunde vor Konzertbeginn war das 32000 Personen fassende Stadion (alles Sitzplätze) mit 24000 total gefüllt, da im Sektor hinter der Showbühne natürlich keine Leute platziert werden konnten. Darunter überdurchschnittlich viele gleichgeschlechtliche Paare, ist doch Céline Dion die Ikone der Gay Community schlechthin, dies in Nachfolge von Lady Diana Spencer weltweit, in Nachfolge von Paola del Medico schweizweit

Gute Einstimmung durch Opening Act Veronic DiCaire.

Erfreulicherweise begann das Konzert, mit Veronic DiCaire als Opening Act, ebenfalls Kanadierin, sich selbst als Stimmenimitatorin deklarierend, pünktlich, gar etwas verfrüht Sie performte (mit Playback Musik) Songs von Shakira ( mit den entsprechenden Hüftschwüngen), Tina Turner ( mit deren Grimassen ), Pink, Withney Houston usw. und brachte damit das Auditorium so richtig in Stimmung. In Wohlfühlatmosphäre für die darauffolgende Céline Dion, deren Begleitband sich schon mal auf der Bühne installiert hatte und auf die Hauptdarstellerin wartete, die schon heftig bejubelt wurde, bevor sie zu sehen war. Nachdem sie jahrelang jeden Abend das Colosseum im „Caesars Palace“ in Las Vegas gefüllt hatte, tourt sie jetzt wieder mit überwältigendem Erfolg durch die Welt und füllt die Hallen und Stadien problemlos.

Der Auftritt der Königin dieser Nacht

Nach einer kurzen Begrüssung des Publikums, natürlich erwähnend, dass Bern eine wunderbare Stadt mit grossartigen Fans sei, legte sie gleich los mit Melodien, die schon von Beginn weg von den Hard Core stehend mitgesungen wurden.
Immer nach zwei, drei Songs gab sie Anekdoten zum Besten, manchmal, für mein Empfinden, etwas sehr lange. Sie parliert mal auf Französisch, mal englisch. Immerhin hatte sie eingangs erklärt, dass sie ebenso gerne rede wie singe, da sie, in einer Grossfamilie aufgewachsen, als jüngster Spross, zuhause nicht so oft zu Wort kam.

Musikleckerbissen am laufenden Band

«I’m Alive», «It’s All Coming Back to Me Now», «All By Myself» – Dion reiht Lied an Lied, die 24'000 Fans singen mit, klatschen, schunkeln und erheben sich immer wieder von ihren Sitzen.
Und sie verstummen, wenn ihr Idol erneut ihrem Rededrang nachgibt. Dann herrscht im Stadion beinah eine kirchliche Atmosphäre. Die «Druidin» Dion spricht über Ängste und Schwächen, über Hoffnung und die Kraft der Liebe. Das erklärt etwas den stolzen Ticketpreis: In den ca. 260 Franken ist etwas Lebens Bekenntnis des Stars inbegriffen.
Ebenso überragende Stimme, wie überzeugende, weil nie pompöse Show
Celine Dion hat eine atemberaubende Stimme und bietet eine überzeugende Show unterstützt von wunderbaren Musikern und Backgroundsängerinnen. Dazu gehört für sie auch der Tenü Wechsel, von anfänglich schwarzen Hose und Bluse mit silbernem Blazer, zu einem transparenten Body im Schlangenlook im erotischen Körperdialog mit einem attraktiven Tänzer, eingehüllt in ein bodenlanges schwarzes Cape, bis am Schluss zu einer schwarzen Hose mit einem schlichten weissen Shirt, alles aber immer mit unglaublich hohen High Heels.
Sie lieferte fast alle ihren grossen Hits ab, immer lautstark bejubelt und angefeuert vom Publikum, das nicht nur Handy Displays, sondern auch, alte Schule, Feuerzeuge anzündet, die sogar dem aufkommenden Abendlüftchen widerstehen.

Die Titanic ist nie wirklich untergegangen

Einer der Höhepunkte sicher das Duett mit dem Backgroundsänger der Titelsong aus „Titanic“ “My Heart Will Go On”. fans werfen ihr Geschenke auf die Bühne, die sie artig entgegen nimmt und auf der Bühne liebevoll platziert. Auch das bringt wieder Sympathiepunkte. Sie erzählte noch, dass ihr verstorbener Mann und Manager René Angelil ihr einmal erklärt hatte, „Du brauchst nicht einen Hit, sondern eine Karriere“ und sie dies auch, ihm und ihren Fans sei Dank, erreicht hätte.
Zum Ende des Konzerts noch eine glänzende Cover Version des Queens Hits „The Show must go on“

Das „Schweizer Lied nicht als Zugabe

Als Zugabe erwartete ich eigentlich ( für die Schweizer Fans), dass sie „Ne partez pas sans moi“ noch interpretieren würde, den Titel, mit dem sie 1988 für die Schweiz singend, den damaligen „Concours Eurovision de la Chanson“, den heutigen Eurovision Song Contest gewonnen hatte und der massgeblich zum Start ihrer Weltkarriere beigetrug. Es gab dann aber nochmals einen Queen Song und mit: "Vous la connaissez un peu?"noch eine weitere Zugabe und Celine Dion steigt ins Publikum und läuft durch die Reihen! Zum Anfassen nah!
Nachtrag:
Celine Dion hat sich anfangs Juli, trotz ihrer 49 Jahren, hüllenlos für das Modemagazin „Vogue“ präsentiert. Eine geschickte PR-Aktion, die für Aufsehen im Netz sorgte und ihrer Popularität wohl kaum geschadet, eher genützt hat
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