1:12 Initiative führt die Schweiz in eine Gesellschaft von Leiharbeitern.

Gemäss den derzeitigen Informationen beziehen rund 2500 Personen sogenannte Abzockerlöhne in der Schweiz und wären nach Annahme der Initiative nicht einmal merklich betroffen.

Um in den fragwürdigen Genuss eines sogenannten Abzockergehalts zu kommen, bedarf es einer bestimmten Firmengrösse, welche in der Schweiz, meist auch dank der exportorientierten Wirtschaft multinational tätig ist.

Fallen die Lohnunterschiede aus dem Rahmen, werden alle Tätigkeiten im Niedriglohnbereich ausgelagert. Für Reinigungsarbeiten, womöglich einfachere Sekretariatsarbeiten und andere wichtige Dienstleistungen werden kurzerhand externe Firmen beauftragt.

Dadurch schlagen die Niedriglöhne nicht mehr als Lohnzahlung zu Buche und können als externe Dienstleistungen ausgewiesen werden.

Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass die ausgelagerten Arbeitskräfte selten von einem Gesamtarbeitsvertrag geschützt werden.
Da hilft auch die Mindestlohninitiative wenig. Die Annehmlichkeiten zusätzlicher Leistungen wie Lohnfortzahlungen bei Krankheit und Unfall wird auf das gesetzliche Minimum beschränkt.

Von weiterbildenden und fördernden Massnahmen, wie das in grösseren Betrieben üblich ist, könnten dann gerade die Mitarbeiter nicht profitieren, welche das grösste Bedürfnis dazu haben.

Da wo solche Auswege nicht möglich sind, verlagert man kurzerhand ganz ins nahe Ausland.

Wir müssen bedenken, dass extensive Abzocker kaum die Ethik mitbringen, um sich für das Wohl ihrer Mitarbeiter einzustehen. Ähnliches äusserte auch vor einiger Zeit der FDP Parteipräsident Philipp Müller, - mit etwas anderen, aber zutreffenden Worten (eher im Analbereich) -

Also aufgepasst: Wahlberechtigte welche gegen solche staatliche Eingriffe sind und damit liebäugeln eine JA-Proteststimme einzulegen um womöglich ein Zeichen zu setzen, könnten mit dem Feuer spielen.

Überzeugte Ja-Stimmen sind mit bestem Willen nicht vorstellbar, zumal dieses JA von sozial denkenden Mitbürgern unterstützt wird.

Es ist denkbar, dass ein NEIN zur 1:12 Initiative zu einer besser durchdachten Initiative führen wird.
1 Kommentar
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Ramona Geiger aus Luzern | 08.10.2013 | 11:04  
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