Altersvorsorge 2020 - Plan B fällt aus

Die Altersvorlage 2020 ist beileibe keine Nonplusultra-Reform, sondern ein gut schweizerischer Kompromiss. Fakt ist, dass sowohl die erste wie auch die zweite Säule nach 20 Jahren ohne Reform finanziell in Schieflage stehen. Glücklicherweise werden die Schweizer/innen im Durchschnitt älter, dies führt jedoch dazu, dass die Grundlagen der AHV und der PK dringend überarbeitet werden müssen. Bereits heute findet in der zweiten Säule jährlich eine Umverteilung von Aktiven zu Rentnern statt. Darum ist die Senkung des Umwandlungssatzes im obligatorischen Teil von 6.8% auf 6.0% ein Gebot der Fairness im Generationenvertrag. Auch das Rentenalter 65 für Frauen ist für mich eine Selbstverständlichkeit.

Über den Rest der aktuellen Vorlage lässt sich durchaus streiten. Unter dem Strich aber, ist eine Alternative zur Altersvorlage 2020 nicht absehbar und ein Plan B in den nächsten Jahren unrealistisch. Mit einer Zustimmung für die aktuelle Reform lässt sich auf einer soliden Basis die nächste Anpassung planen. Eine Kopplung des Pensionierungsalters an die Entwicklung der Lebenserwartung sollte in der nächsten Reform der Altersvorsorge im Zentrum stehen. Letztlich geht es darum, den Generationenvertrag fair auszugestalten und zukünftige Reformen dürfen nicht mehr hauptsächlich auf dem Rücken der jüngeren Generationen ausgetragen werden
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