Der Zar hält sein Volk zum Narr

Mit der zunehmenden Konzentrierung von Vermögen auf eine prozentuale Minderheit, erleben auch Begriffe wie der Geldadel wieder eine Renaissance. Die letzten Jahrzehnte war es auch möglich, Vermögen durch globale Transaktionen in Steueroasen zu verstecken und so, die Staaten und letztlich ihre Bürger zu betrügen. Das Internet und mit ihm die globale Vernetzung haben dieses Versteckspiel noch einmal erleichtert, doch das Internet kann auch dazu dienen, solche geheimen Datenbestände durch Lecks und Hacker auszuspüren und öffentlich zu machen. Dass die Datenbeschaffung teilweise auf illegale Weise passiert, hinterlässt ebenfalls viel Grauzone. Trotzdem sind solche Veröffentlichungen wichtig. Schliesslich untergraben Menschen, die ihr Geld in Steueroasen verstecken, die Moral und machen sich in vielen Staaten auch eines Verbrechens schuldig. Dass Vladimir Putin auf diesen Panama Papers erscheint, ist nicht wirklich überraschend. Wie auch andere Namen von bekannten Menschen.

Warum Politiker von Transparenz und von zu trocken zu legenden Steueroasen reden, aber das Handeln auf irgendwann verschieben, lässt ebenfalls tief blicken. Geld regiert die Welt und jene die es in grosser Menge besitzen, agieren entsprechend und nehmen Einfluss auf die Politik. So bleibt letztlich die vierte Gewalt im Staat die Medien. Journalisten können Transparenz schaffen, doch auch „nur“ in demokratischen Staaten und selbst da, gehören grosse Medienhäuser wiederum einflussreichen und meist reichen Personen. Hier schliesst sich der Kreis. Am Ende bleibt tatsächlich „nur“ die Hoffnung auf integre Menschen für die Moral und Rechtschaffenheit nicht einfach eine leere Worthülse ist, sondern ihr tägliches Handeln beeinflusst.
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