Die Achillesferse der Atomenergie

Über das Thema Endlagerung des hochradioaktiven Abfalls reden Befürworter der Atomenergie nicht gerne. Warum dies so ist, zeigt die kürzlich ausgestrahlte Dokumentation strahlendes Erbe des Schweizer Fernsehens ganz eindrücklich. Zynisch gesagt hat nicht die Atomenergie sondern der von ihr verursachte Müll ein strahlende Zukunft, die Tausende von Jahre dauern wird. Kein Mensch kann dafür die Verantwortung tragen. Vor allem mit Blick auf die immer noch ungelöste Endlagerung der gefährlich strahlenden Atomabfälle. Wir haben uns mit der Atomenergie ein unkalkulierbares Risiko geschaffen.

Die Dokumentation zeigt eindrücklich auf, wie kurzsichtig der Entscheid für die Atomenergie aus heutiger Sicht wirkt. Nach dem Motto heute ist alles in Ordnung und morgen können sich die anderen darum kümmern. Dies ist weder nachhaltig und entbehrt jeglicher Fairness gegenüber den nachfolgenden Generationen. Immerhin ist eine Mehrheit der Schweizer Politik heute der Meinung, dass ein Ausstieg aus der Atomenergie dringend notwendig ist. Trotzdem gibt es nach wie vor ernstzunehmende Kräfte, die die Atomenergie auf Kosten der nachfolgenden Generationen weiter betreiben wollen. An ihrer Meinung wird kein Film über die ungelösten Probleme der Endlager etwas ändern. Für mich jedoch ist der Dokfilm des Schweizer Fernsehens ein weiterer eindrücklicher Beleg, dass der Atomausstieg – je schneller desto besser – unbedingt realisiert werden muss. Trotzdem löst dies das Problem des bestehenden Atomabfalls nicht, diese Achillesferse könnte die Menschheit noch teuer zu stehen kommen.

Link zum Dok:
http://www.srf.ch/sendungen/dok/strahlendes-erbe
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