Ego-Inflation am WEF

Es ist alles andere als überraschend, wenn inmitten der Selfie-Gesellschaft die Mächtigen der Welt sich nicht ebenso geben. Da können Journalisten auch mal ihre kritische Distanz verlieren und mit den Mächtigen Hand in Hand mitfeiern. Und was bleibt vom WEF? Davos wurde wieder zu einer Festung ausgebaut und die freiheitlichen Grundrechte eingeschränkt.

Donald Trump hat der Welt erklärt, wie sein Dealmaker-Handwerk funktioniert und wieder einmal sich selbst gelobt. Den USA geht es unter ihm natürlich so gut wie nie und da darf der Verweis auf die Börse nicht fehlen. Wobei ich mich doch fragen würde, was die Börsenkurse den Wähler/innen von Präsident Trump tatsächlich bringen. Die Börse ist schon lange kein Abbild der realen Wirtschaft mehr. Der grosse Klumpen ist Spekulation und diese wird weiterhin angetrieben durch billiges Geld. Und wer profitiert davon am allermeisten? Die grossen und reichen Investoren, derweil die Sparer aus der Mittelschicht mit Nullzinsen täglich und stetig enteignet werden. Damit wächst nicht nur in den USA die Vermögensschere zwischen Arm und Reich weiter.

Präsident Trump versucht sich Wirtschaftswachstum mit zusätzlichen Staatsschulden zu erkaufen. Beim derzeitigen Verschuldungsgrad der USA mag diese Politik kurzfristig aufgehen. Mittel- bis langfristig jedoch werden die Zinsen wieder steigen und dann werden sowohl die USA wie auch viele hochverschuldete Staaten in Europa wieder in eine Krise laufen. Oder besser gesagt, die „alte“ ungelöste Weltwirtschaftskrise bricht wieder auf. Doch wer interessiert sich schon für morgen, wenn die Friede-, Freude-, Eierkuchen-Party heute steigt?
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