Kein Blanco-Scheck für das SRF, Nein am 14. Juni

mein Abstimmungsplakat.
 
meine Kitteltaschen-Videokamera mit aufgesetztem Mikrofon mit Windschutz, die ich praktisch immer auf mir trage, zusammen mit meinem Kitteltaschen-Fotoapparat.
Seit YouTube hat ein völlig neues Medienzeitalter begonnen. Jetzt kann jeder und jede mit einer Kitteltaschen- oder Handtäschli- Videokamera und einem Compi, oder sogar nur mit dem iPad oder dem Mobile einen eigenen YouTube Kanal betreiben, und der sieht im Titelbild genau gleich aus wie zum Beispiel der Kanal des SRF, oder einer andern Fernsehstation, oder eines Medienunternehmens einer Zeitungsgruppe, oder wie der YouTube Kanal eines Kantons oder einer Gemeinde, oder einer Partei, oder einer andern Institution, oder einer Firma oder eines Vereins. Genau das gefällt mir am neuen Medienzeitalter, mit unsern völlig neuen Möglichkeiten unserer Kommunikationen. Da gibt es überhaupt keinen Grund mehr, dass der einen Medienfirma SRF und einigen bisher bestehenden kleineren weitern Medienunternehmen über eine Milliarde Franken Sonder-Steuergelder jährlich als Blanko-Scheck zugestossen werden sollen. Das bremst die offene und freie Entwicklung des Mediums und den Wettbewerb.

Und dann soll da neu sogar noch der Bundesrat im Alleingang bestimmen können, wie viel für was einkassiert werden soll. Die Exekutive soll also allein bestimmen, welche wenigen auserwählten Medien vom Bund mit einer gewaltigen Menge Geld bevorzugt werden sollen. Ein solches Modell halte ich nicht für Zukunftsträchtig. Gemäss den Prinzipien unserer Demokratie haben wir sonst Exekutive und Medien besser getrennt. Das vorgeschlagene Rezept stammt aus einer vergangenen Medienepoche.

Und das mit dem Öffentlichkeitsauftrag ist auch vorbei, das ist in Zukunft nicht mehr notwendig. Sie können sich darauf verlassen, dass wir sehr schnell Zig-Tausende Medienunternehmerinnen und Medienunternehmer haben werden, die Filme aller Art produzieren. Da können Sie sich auch darauf verlassen, dass da zwischen sehr wenig und gar nichts ausgelassen wird, was das bevorzugt geförderte SRF jetzt macht.

Neue Strukturen werden entstehen, welche die vielen Filmemacherinnen und Filmemacher vernetzen und einbinden werden. Die Printmedien haben auch schon selbst mit Videoproduktionen begonnen. ich schätze, dass die Presseunternehmen in Zukunft vermehrt mit freien Videoautorinnen und -Autoren zusammenarbeiten werden.

Das Zeitalter ohne YouTube ist abgelaufen. Die Zukunft sieht anders aus. Als Beispiel, das ich persönlich kenne, empfehle ich Ihnen meinen eigenen Kanal mit der Adresse:

http://www.youtube.com/Meierschweizch

anzuschauen, an dem ich seit einem Jahr arbeite. 27 Filme sind bis jetzt dort veröffentlicht, und einige Dutzend Filme sind noch zur Fertigstellung und Veröffentlichung bereit. Von Institutionen oder von Privaten nehme ich auch gerne Aufträge für Dokumentarvideos entgegen.

Auch http://beiUns.ch hat jetzt schon die Struktur von zukünftigen, offenen Medienorganisationen, die so angelegt ist, dass ganz viele einzelne Privatpersonen, Gemeinden, Kantone, Parteien, oder andere Institutionen, Firmen oder Vereine sich anschliessen, sich vernetzen und hier publizieren können. Hier beiUns.ch hat die Zukunft schon begonnen. Breit durchgesetzt hat sich die neue Plattform noch nicht ganz, es gibt schon noch einiges zu verbessern, aber die Richtung, wo die Zukunft stattfinden wird, die stimmt.

Übrigens, im Juli 2014 habe ich hier den „Club der Filmemacher“ eröffnet. Schauen Sie herein. Oder noch besser, kaufen Sie sich eine Videokamera und machen auch mit. Werden Sie Filmemacherin, werden Sie Filmemacher. Die Kameras sind inzwischen recht günstig, und optischer Stabilisator gehört zum Standard, man kann also inzwischen mit etwas Übung auch von Hand einigermassen ruhige Videos machen. Und bei Fragen können wir uns ja im „Club der Filmemacher“ beiUns.ch austauschen:

http://www.beiuns.ch/gruppen/60
http://www.beiuns.ch/gruppen/club-der-filmemacher-...

Als Ausblick möchte ich erwähnen, dass ich mich schon lange frage, warum den Leuten von der EU noch nicht in den Sinn gekommen ist, gegenüber den Amerikanern vom Silicon Valley einen Europäischen YouTube zu installieren. Und unserm Bundesrat und unsern Zuständigen der Schweiz möchte ich raten und empfehlen, richten Sie einen Schweizerischen YouTube ein, das ist die beste Investition für unsere Demokratie, für unsere Freien und Unabhängigen Medien, für eine ganz vielfältige und ganz breit abgestützte Medienvielfalt, völlig getrennt von unserer Exekutive. Und das kostet nicht eine Milliarde Franken und ist sicher besser investiert.

Und das hilft erst noch dem besseren Austausch und Verständigung der Einwohner unserer Erde. Durch verbesserte Kommunikation die Informationen besser und weiter verbreiten. Das ist die Grundlage, damit Demokratien funktionieren können, das hilft weltweit mehr Demokratien einzurichten und zu verbessern.

Genau das ist der Weg, wie wir eine Chance haben Kriege zu reduzieren und dem Fernziel Weltfrieden etwas näher zu kommen. Das Geld in diese Art von Kommunikation investiert kann mehr für den Frieden bringen als Armeen.

Zurück zu unserer bevorstehenden Abstimmung nochmals wiederholt:
über den öffentlichen Auftrag müssen Sie sich keine Gedanken mehr machen, dieses Zeitalter ist definitiv abgelaufen. Und eines oder einige wenige Medienunternehmen so bevorzugt auf viele Jahre hinaus mit Geld einzudecken, dass der Wettbewerb ferngehalten wird, das kann nicht die Strategie der Zukunft sein.

Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Berater vom Bundesrat zu wenig gut sind, zu wenig weit in die Zukunft sehen, oder zu einseitig gelagert sind.
Euer Heinz A. Meier, Euer Videofilmer Meierschweizch

Wollen Sie die Änderung vom 26. September 2014 des Bundesgesetztes über Radio und Fernsehen (RTVG) annehmen?
Antwort: Nein.

Dank schön für Eure geschätzte Aufmerksamkeit: Euer Heinz A. Meier.

Dieser Beitrag hier hat die Adresse: http://beiUns.ch/11036
2 Kommentare
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Roger Ramuz aus Luzern | 03.06.2015 | 18:27  
2.157
beiUns Team aus Luzern | 08.06.2015 | 09:38  
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