Nach No Billag ist vor dem Wandel

Das Internet respektive die Digitalisierung haben die Entwicklung des Nutzerverhaltens in Bezug auf den Medienkonsum massiv verändert. Und dieser Wandel steht erst am Anfang. Die Werbeeinnahmen werden sich weiter weg vom den klassischen Medien wie TV, Radio und Print hin zu den Onlineanbietern wie Google und Facebook bewegen. Schon heute fliesst mindestens jeder fünfte Franken aller Werbeausgaben zu Google. Dieser Trend wird sich zukünftig verdichten, was wiederum bedeutet, dass die klassischen Medienunternehmen weiter unter Druck kommen werden. Weitere Konsolidierungen sind wahrscheinlich unumgänglich.

Die Politik muss jetzt für die SRG und Ihren Service Public Auftrag klare Leitlinien definieren, dies gilt vor allem für den Onlinebereich. Trotz des gestrigen Abstimmungsvotum für ein öffentlich-rechtliches Medienhaus muss jetzt bei der SRG ein Rückbau erfolgen. Konzentration auf den Kernauftrag des Service Public. Teure Sportformate wie auch Unterhaltungssendungen sind kritisch zu hinterfragen.

Die Voten der verantwortlichen SRG Exponenten der letzten Wochen und auch nach dem Abstimmungsergebnis geben definitiv Anlass zur Hoffnung, dass ein Wandel innerhalb des Unternehmens stattfinden wird. Am Ende aber zählen nicht die Worte, sondern die Taten. Das Nein zu No Billag muss jetzt der Start für Politik und SRG einen gesunden Wandel voranzutreiben und mehr Wettbewerb zuzulassen.
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