Ordentliche Korporationsversammlung, Bürgersaal Rathaus Sursee, 26. April 2019

  Bei wechselhaftem Wetter, fanden sich 53, also ca. 23% von den aktuell total 237 stimmberechtigten Korporationsbürgern im Bürgersaal ein, begrüsst von der bestens aufgelegten Präsidentin Sabine Beck-Pflugshaupt. Diese stellte dann fest, dass die Versammlungsvorverschiebung um eine halbe Stunde von bisher üblich 20.00 Uhr auf neu 19.30 Uhr von den Bürgern goutiert würde, da man nach dem, der Versammlung folgenden gemeinsamen Nachtessen, noch etwas länger zusammen sein und so die zwischenmenschlichen Beziehungen ausführlicher pflegen könne. Nach dem statuarisch vorgeschriebenen Ritual einer Versammlung: Feststellung des Versammlungsbüros, Wahl Stimmenzähler usw. wurden die anstehenden, traktandierten Geschäfte zügig abgehandelt. Nach einem kurzen Gedenken an die im letzten Jahr verstorbenen Mitbürger, durfte die Versammlung fünf neue, volljährige Mitbürger aufnehmen, von denen drei, aufgrund Ferienabwesenheit o.ä., nicht persönlich anwesend sein konnten. Die Präsidentin motivierte die zwei anwesenden, mit einem kleinen Präsent in Form eines Sackmessers mit eingraviertem Namen dazu, am Geschehen in und um die Korporation teilzunehmen, ja dieses gar aktiv mitzugestalten. Dann stellten sich diese neuen Mitbürger, Anna Beck und Noah Meyerhans, mit ein paar kurzen, sympathischen Worten gleich selber vor.

Abhandlung der diversen Jahresrechnungen und Budgets

Es folgten die diversen pekuniären Traktanden, also diverse Jahresrechnungen und Budgets, die, da alle sehr erfreulich, von Finanzchefin Silvia Estermann – Kottmann denn auch nicht ohne Stolz präsentiert und erläutert, dann von den Bürgern mit Applaus genehmigt wurden.
Bei Traktandum 6,Verkauf eines kleinen Grundstücks im Industriegebiets, statt dessen Abgabe im Baurecht, dem vermeintlich umstrittensten Geschäft des Abends, erwuchs der Absicht des Rates auch kein Widerstand. Ebenso durchgewunken wurde die Wahl der drei Bürgerschaftsvertreter im Stiftungsrat der Stiftung Pflege- und Sozialfond der Korporation Sursee.

Der für 5 Jahre gewählte Stiftungsrat der Stiftung Pflege- und Sozialfond der Korporation Sursee.

Von Amtes wegen dabei sind zwei Korporationsratsmitglieder. Dafür delegierte der Rat Präsidentin Sabine Beck-Pflugshaupt sowie Schreiberin Carla Bossart Bättig, dazu gesellen sich die drei eben gewählten Bürgerschaft Vertreter Caroline Pfenniger Rohrer, Pflegefachfrau, Karin Wagemann, Geschäftsführerin «Soorser Bier» und Othmar Zbinden, Hausarzt. Damit waren alle Geschäfte erledigt und man kam zu den Orientierungen des Korporationsrates.

Gewerbegebiet Sursee Nord Korporation Sursee an vorderster Front mit dabei

Die Präsidentin informierte, dass man in Sachen „Sursee Nord“ proaktiv den in Unternehmenskreisen, bei Behörden usw. bestens bekannten und vernetzten Paul Fuchs, Geschäftsführer/Inhaber bei Hoch- und Tiefbau AG Sursee angegangen ist, was und wie man auf diesem, der Korporation gehörenden Gebiet, etwas realisieren könne. Man stiess auf offene Ohren, Fuchs ist bereits am Eruieren und schon zeichnen sich konkrete Möglichkeiten ab. Stand heute: Die Vorprüfung soll demnächst eingeleitet werden. Abgestützt auf den Vorprüfungsbericht wird dann die Detailplanung erfolgen, mit Zielsetzung das Baugesucht im Sommer – Herbst 2019 einreichen zu können.Dass die Korporation dabei selber als einer der Bauherren auftrete, sei eher unwahrscheinlich, erläuterte der Rat auf eine entsprechende Anfrage von Rainer Jacquemai. Klar abgemacht sei aber, dass das Gelände nur im Baurecht abgegeben, keinesfalls verkauft würde.

Dann übergab die Präsidentin das Wort an Ratskollege Andreas Marbach

Fernziel Wärmeverbund Sursee: Die Korporation Sursee gibt Richtung und Tempo vor. Forstverwalter Andreas Marbach berichtete uns von der relativ weit fortgeschrittenen Vision „Wärmeverbund Sursee“, wo die Korporation den Lead übernehmen will, respektive schon innehat. Das Ziel: Bis spätestens im Jahre 2050 einen CO2 neutralen, gar CO2 positiven Wärmeverbund für Sursee zu installieren.

Angedacht ist baldmöglichst die Gründung einer AG, basierend auf dem Prinzip PPP, (Public, Privat Partnership) an der sich zu je einem Drittel die Stadt Sursee, die Korporation Sursee und ein privater Partner engagieren werden.

Engagements in der Öffentlichkeit bringen positive Nebeneffekte für die Korporation

Unsere Bürgerschaft, auch sonst, aber eher in weniger auffälligen Bereichen, sehr aktiv, wird durch das Voranschreiten an vorderster Front, in solch umweltgerechten, aktuellen Dingen, auch politisch wieder vermehrt als Partner der öffentlichen Hand und im Dienste aller Surseer Bürger wahrgenommen so Andy Marbach. Der gesamten Öffentlichkeit, die ja über Investitionen der Korporation in anderen Bereichen (eigene Liegenschaften, Wald usw.) sonst eher wenig mitbekommt, werde mit solchen Engagements deutlich vor Augen geführt, dass wir nicht nur für die eigenen, also die Knöbelibürger, schauen, sondern das Gemeinwohl aller Einwohner und Besucher der Suren Stadt im Auge haben. Und für dieses stellen wir zudem, nebst viel emotional – mentalem Aufwand, auch sehr signifikante monetäre Mittel zur Verfügung, wozu wir nicht verpflichtet wären und was ja auch nicht grad selbstverständlich ist.
Nachdem unter Diverses nichts mehr aufs Tapet kam, dislozierte man in die Abruzzen im Stadttheater, wo man sich bei Speis und Trank noch austauschte und den Abend ausklingen liess.
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Léonard Wüst

Korporation Sursee
https://www.korporation-sursee.ch/

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