Steinewerfer und Hochkonjunktur für Glashauslieferanten

Geri Müller hat einen Fehler gemacht, ja eine Dummheit begangen. Eine Dummheit, die weltweit täglich wahrscheinlich tausendfach passiert. Das Problem von Geri Müller, er ist ein Politiker. Erinnern Sie sich noch an Bill Clinton. Oder nehmen wir die mehr oder weniger seriösen Statistiken von Fremdgehern und Geherinnen in unseren Breitengraden. Natürlich alles Privatangelegenheiten, dies versteht sich von selbst.

Wenn unter zwei Menschen, die in einem Chat vielleicht ungewöhnliche Bilder ausgetauscht haben, jedoch ein Politiker ist, scheint die Geschichte öffentliches Interesse zu tangieren. Obwohl die Nacktselfies wohl eine Handvoll all der Kommentatoren in der Müller Affäre überhaupt gesehen haben. Egal. Schliesslich ging es einigen Strippenziehern dieser Affäre nicht um Geri Müllers Nacktbilder sondern die Diskreditierung eines unliebsamen Politikers. Dass weder Blick noch Weltwoche die angebotene Geschichte veröffentlicht haben, sagt schon viel über den Gehalt der Story aus.

Nun wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen, heisst es so schön. Während Glaushäuser sich relativ einfach wieder ersetzen lassen, sind die menschlichen Wunden dieser Affäre schwieriger zu heilen. Aber dies dürfte einigen Steinewerfern egal sein, die nächste Affäre kommt bestimmt.
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