Grundstückspreise: Österreich im Vergleich mit Deutschland

Die Nachfrage nach Grundstücken steigt. Im deutschen Sprachraum folgen die Kaufpreise für Bauland dem Bedarf auch im laufenden Jahr, allerdings fällt die Preissteigerung im Vergleich zu den Vorjahren eher moderat aus. Österreich und Deutschland haben sich im durchschnittlichen Grundstückspreis weitgehend angenähert. In beiden Ländern treiben eine gute Konjunktur, niedrige Zinsen und eine steigende Anzahl an Haushalten diese Entwicklung voran.

Österreich und Deutschland

Trotz weitgehender Übereinstimmung des durchschnittlichen Kaufpreises für Grundstücke in beiden Ländern, sind im Vergleich zu Deutschland Grundstücke in Österreich tendenziell immer noch günstiger. Die Kaufpreise für Bauland unterscheiden sich jedoch regional erheblich. Einer der Gründe hierfür ist der demografischen Entwicklung beider Länder geschuldet, die eine Alterung der Bevölkerungen vollzieht. Jüngere Menschen bewegen sich unterdessen weiterhin vom Land in die Städte.

Städte im Vergleich

Der durchschnittliche Kaufpreis für Grundstücke in Wien liegt bei 533 Euro je Quadratmeter - zwischen 275 und 1093 Euro pro Quadratmeter zahlt man hier. In Berlin kostet der Raummeter zwischen 200 und 2000 Euro - bei 529 Euro je Quadratmeter liegt der Berliner Durchschnitt. Mit 544 Euro pro Quadratmeter gilt Salzburg auch hinsichtlich der Grundstückspreise als die teuerste Stadt Österreichs. Mit München und dessen 1400 Euro teuren Raummetern kann keine österreichische Stadt konkurrieren. In ländlichen Regionen, wie beispielsweise in Dresden Bannewitz, sind bei solchen Preisen, das fertige Haus inklusive (Beispiel). Auch Hamburg und Frankfurt übertreffen den österreichischen Spitzenwert. Graz und Linz liegen noch hinter Leipzig mit 314 Euro je Quadratmeter.

Metropolregionen

In den Metropolregionen um die beiden deutschsprachigen Hauptstädte schlagen sich sowohl Landflucht als auch Urbanisierung besonders nieder: Ein Grundstück kostet so in der Gemeinde Perchtoldsdorf bei Wien, im Bundesland Niederösterreich, im Durchschnitt 483 Euro je Quadratmeter. In Kleinmachnow bei Berlin, im Bundesland Brandenburg, sind es sogar über 600 Euro. In beiden Regionen fallen die auf kleinem Raum sehr unterschiedlich hohen Preise mit zunehmender Entfernung zum urbanen Gebiet jedoch rasch ab, sodass die Grundstückspreise der Gemeinden in den Metropolregionen sich weit oberhalb des Durchschnitts ihrer jeweiligen Bundesländer bewegen.

Bundesländer im Vergleich

Im österreichischen Tirol liegt der Mittelwert für Grundstücke bei 200 Euro je Quadratmeter. Im Vergleich dazu liegt dieser in Schleswig Holstein in Norddeutschland bei 214 Euro. Im unmittelbar an der Schweiz angrenzenden österreichischen Bundesland Vorarlberg liegt der Durchschnitt bei 194 Euro je Quadratmeter. In Bayern beträgt dieser gut 205 Euro. Im Bundesland Salzburg, nordwestlich der österreichischen Hauptstadt, beträgt der Mittelwert 170 Euro je Raummeter. Baden Württemberg liegt mit 185 Euro nur knapp vorn.

Grundstücke in den Bundesländern Burgenland, Kärnten und Steiermark sind in Österreich mit Kaufpreisen von durchschnittlich 42 bis 46 Euro je Quadratmeter günstig. Ausdrücklich trifft dies in den Grenzgebieten zu Ungarn und Tschechien zu. In Deutschland sind Grundstücke besonders in Sachsen-Anhalt mit einem Mittelwert von 58 und Thüringen mit einem Mittelwert von 66 Euro je Raummeter günstig. Niedersachsen und Sachsen schließen die günstigsten Angebote mit Mittelwerten um 90 Euro ab. Grundstücke in den Grenzgebieten zu Tschechien und Polen sind in der Regel besonders günstig.

Fazit

Insgesamt liegt der deutsche Durchschnitt bei 181 Euro, der österreichische bei 153 Euro je Raummeter. Auch wenn die Unterschiede regional teilweise bedeutend ausfallen, sind die Ähnlichkeiten doch markant. In beiden Ländern bietet sich eine Vielzahl günstiger Kaufmöglichkeiten.

Bild:CC0 Creative Commons
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