Viel Interessantes rund ums Motorrad gibt es auf der Intermot 2018 in Köln zu sehen * By (TRD) Pressedienst Blog News Portal

Vom 3. bis 7. Oktober wird die Motorradmesse Intermot Interessierten wieder alle wichtigen Neuheiten rund ums Motorrad präsentieren. (Foto: © Koelnmesse GmbH/Thomas Klerx /TRDmobil)
 
Das gab’s noch nie im Hause Harley-Davidson: ab 2020 wird eine neue modulare Baureihe mit vier verschiedenen Hubraumgrößen zwischen 500 und 1.250 Kubikzentimer eingeführt, zu der auch die Harley-Davidson Pan America 1250 gehört. (Foto: © Harley-Davidson /TRDmobil)
(TRD/MID) Kawasaki schickt 2019 gleich zwei neue Einsteiger-Modelle mit 125 Kubikzentimeter auf die Straße. Den Sportler Ninja 125 und das Naked-Bike Z125. Premiere feiern die beiden auf der Intermot  In beiden Modellen sorgt ein wassergekühlter Einzylindermotor mit 11 kW /15 PS für Vortrieb, der in einem leichten Gitterrohrrahmen steckt. Der japanische Hersteller möchte mit den beiden Bikes junge Einsteiger ansprechen, die anstatt eines Motorrollers ein Motorrad fahren möchten. So sei die Ninja 125 beispielsweise im Styling stark von der Rennmaschine Ninja ZX-10RR beeinflusst.

 
Frischer Wind bei Harley-Davidson
Harley-Davidson wird künftig mit einer komplett neu ausgerichteten Produktpalette aufwarten. Dazu gehören neben einem rein elektrisch angetriebenen Modell auch eine neue Mittelklasse-Baureihe, die sowohl ein Adventure Touring Modell als auch einen Streetfighter umfasst.. Die umfangreichste und gleichzeitig vielfältigste Produktpalette der Firmengeschichte wird im Rahmen des Projekts „More Roads to Harley-Davidson“ auf die Räder gestellt. Der US-Motorradbauer möchte sich damit breiter aufstellen und neue Kundengruppen erschließen. „Die Maßnahmen, die wir heute ankündigen, werden die Leistungsstärke und Konkurrenzfähigkeit von Harley-Davidson unterstreichen – insbesondere unsere Kompetenz hinsichtlich Produktentwicklung und Produktion, die weltweite Strahlkraft der Marke und natürlich unser großartiges Händlernetz“, betont Matt Levatich, President und CEO der Harley-Davidson, Inc. „Wir leiten die nächste Revolution der Freiheit auf zwei Rädern ein, um über unseren bisherigen treuen Kundenstamm hinaus zukünftige Biker anzusprechen, die die Faszination des Motorradfahrens erst noch kennenlernen.“

Ein Dreirad für Erwachsene
(MID) Dreiradfahren ist doch nur etwas für Kinder! Nein, weit gefehlt. Die Zielgruppe des Peugeot Metropolis Allure von Peugeot Scooters sind alle mit einem PKW-Führerschein (Klasse B). Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat sich in den Sattel geschwungen und das Dreirad für Erwachsene getestet.

Die Geschichte von Peugeot Scooters beginnt 1898, damals unter dem Namen Peugeot Automobiles & Cycles, mit der Vorstellung des ersten Motorrads auf der 7. Car and Cycles Show in der großen Galerie de Machines in Frankreich. 1953 brachte Peugeot den ersten Roller mit 125 Kubik auf den Markt. Dessen Markenzeichen war das Frontfach über dem Vorderrad. 2013 dann kam der Einstieg in eine neue Art der Fortbewegung unter freiem Himmel: Der erste dreirädrige Roller mit den Namen Peugeot Metropolis wurde zusammen mit Peugeot Automobiles entwickelt. 2017 folgte das Facelift mit zahlreichen Innovationen.

Zugegeben, der erste Anblick des Peugeot Metropolis Allure ist schon gewöhnungsbedürftig und erschreckt vielleicht im ersten Moment. Er wirkt vorne sehr markant und schwer, durch den mittig angesetzten großen Kühlergrill und die Frontscheinwerfer, die wie Katzenaugen hervorblitzen. Über das Heck verläuft die Linie sanfter, dennoch wirkt der Peugeot Metropolis Allure durch die große Sitzfläche mit den zwei Haltebügeln für den Mitfahrer und die rund gestaltete Heckform sehr viel robuster als ein Zweirad-Scooter. Dafür bringt er auch einiges mehr an Stauraum mit: Elektrisch verriegelt werden ein Helmfach im Heck und ein Staufach unter der Sitzbank, in dem sich locker eine Tasche mit Kleinigkeiten vom Wochenmarkt verstauen lässt.
Die zweite Version des Dreirads hat zahlreiche Innovationen an Bord. Als Weltpremiere für Motorroller leuchtet der Peugeot Metropolis Allure mit Tagfahrlicht. Das kraftvolle ABS-Bremssystem und eine intelligente Vorderachskonstruktion stammen aus dem Automobilbereich und sorgen für kompromisslose Sicherheit. Die übersichtlich gestaltete Instrumententafel mit LCD-Display zeigt dem Fahrer rasch alle wichtigen Informationen für den Ausritt. Durch das automatische Aufleuchten der Warnblinker bei einer Notfallbremsung wird der Hinterherfahrende entsprechend gewarnt, und der Fahrer muss in einer solch heiklen Situation nicht noch an das Einschalten der Blinker denken.
Das 400 Kubik-PowerMotion Antriebswerk des rund 260 Kilogramm schweren Dreirads ist mit seinen 26,2 kW/35,6 PS und einem maximalen Drehmoment von 38,1 Newtonmetern das leistungsstärkste seiner Klasse. Der Zug am Gashebel lässt den Peugeot Metropolis ordentlich nach vorne marschieren und so einige dicke Boliden an der Ampel stehen. Was ebenfalls an der Ampel gut steht ist der Peugeot Metropolis selbst. Dank seines Arretierungs-Systems für die Neigungsfunktion, welches bis zu einer Geschwindigkeit von 10 km/h aktiviert werden kann, ist das Absetzen der Beine zum Abstützen beim Stopp an roten Ampeln nicht mehr nötig.

Komfortabel startet der Motor mit einem Smart-Key-System, es genügt, dass sich der Schlüssel in rund zwei Metern Entfernung zum Roller befindet. Nach den ersten paar hundert Metern unsicherer Fahrt mit einem leicht mulmigen Gefühl im Bauch hat es der Peugeot Metropolis Allure aber erfolgreich geschafft, das notwendige Sicherheitsgefühl, unterstützt durch die drei Räder, an den Fahrer weiterzugeben. Man kann bei ausgiebiger Fahrt über weitläufige Landstraßenkurven das dritte Rad sogar fast vergessen. Das Scooter-Feeling kommt voll an. Trotz der aufwendigen Konstruktion und Neigetechnik der beiden Vorderräder schluckt das Peugeot-Dreirad leider nicht alle Unebenheiten im Straßenbelag, ohne sie deutlich spürbar an den Fahrer weiterzugeben. Spurrillen von schweren Verkehrsteilnehmern schlängelt der Peugeot Metropolis munter nach, größere Schlaglöcher – vor allem in Kurvenlage – lassen den Lenker kurz unangenehm zur Seite zucken. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen und dies bei der nächsten Ausfahrt immer bedenken. Dann garantiert das Gefährt Fahrspaß und man wird von Tag zu Tag ein bisschen mehr Fan.

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