Typisch bayerisch - die leckersten Gerichte

Wo die Mundart einmalig ist und sich sowohl vom Hochdeutschen als auch vom sanft melancholischen Österreichischen durch diverse Deftigkeiten abhebt, kocht der Freistaat Bayern seine oft eigenen Süppchen - natürlich weißblau dekoriert.

Bayerns Küche

In Bayern sind Hefeknödel zur Verwirrung der Touristen Dampfnudeln und Leberknödel, die bei Karl Valentin "Lebernknödel" heißen – kommen mal nach Münchner Art und mal einfach nur bayrisch auf den Tisch.

Leberknödel:

Zur Herstellung der Knödel wird eine Farce aus Rinderleber, eingeweichten Semmeln, Ei und Gewürzen mittels eines feuchten Esslöffels zu länglichen Knödeln geformt, gekocht oder in heißem Fett ausgebacken.

Zur Bayernfreiheit gehören zweifellos die Pausen. Man nennt sie Brotzeit – und ihren Senf geben die Bayern überall dazu. Auch an den viel besuchten Biertischen, wo der süßliche Weißwurstsenf zu den Würstl, zu Laiber- alis Leberkäs, Bauernbrot und Emmentaler gereicht wird. Bayrischkraut heißt dazu der fein gestreifte, süßsaure Weißkohl.

Leberkäs:

Viel Leber enthält er nicht, was gute Gründe und urbayrische Tradition hat: Der Name „Münchner Leberkäs“ stammt vom Laib, bayrisch Loabl, ab – und nicht von der Innerei. Zur Verteidigung argumentieren die Fleischermeister, in Bier- oder Teewurst seien ja auch keine Getränke! Enthalten sind vielmehr Rind- und Schweinefleisch, Speck und Gewürze wie Majoran und Muskat. Die gehaltvolle Fleischspeise wird in Kastenform im Ofen gebacken und erhält so ihre appetitlich braune Kruste.

Bayrisches Kraut:

Weißkohl wird in sehr feine Streifen geschnitten. Anschließend gart er mit Schweineschmalz, Speckwürfeln, Äpfeln, Zwiebeln und Kümmelpulver in Essig, Zucker, Salz, Pfeffer und etwas Wasser.

Der bayrische Gourmethimmel

Kulinarisch hat der Freistaat um und in den Alpen etliche Sterneköche und auch die superbe Bayerische Creme hervorgebracht.

Bayerische Creme:

Dabei handelt es sich um eine nach der Naschsucht von Bayernprinzen am Pariser Hof des 18. Jahrhunderts benannte Süßspeise: Die sahnige, süße Creme entsteht aus schaumig gerührtem Eigelb mit Puderzucker und Gelatine oder aus steif geschlagener Schlagsahne. Oft ist sie aromatisiert oder alkoholisiert. Bayerische Creme wird in gestockter Form gestürzt oder auch aus dem Glas gelöffelt und oft mit Frucht- oder Schokoladensoße komplettiert.

Bayernküche überall

So richtig trendy wird Bayerns Küche, wenn in Wirtshäusern, Biergärten oder Bierkellern in aller Welt auch oktoberfestmäßig verschmaust wird, was unter dem weißblauen Himmel so gut schmeckt: ganze Ochsen, Haxn, Backhendl, Spanferkl, Würstl, Knödl, Schlachtplatten, Preßsackl, Wurschtsalat und sogar Steckerlfische, die am Stöckchen über Holzkohle gegrillt werden – und natürlich Obatzter.

Obatzter:

Die bayrische Käsespezilität heißt auch "Obatzta" und steht für Zusammengemengtes und Angemischtes. Prinzipiell wird ein reifer und weicher Camembert, ein Doppelrahmfrischkäse oder auch beides gemischt mit zimmerwarmer Butter, Eigelb, Kümmel, Paprikapulver und Zwiebeln; die Krönung ist ein abschließender Schuss Weißbier. Für die Obatzta-Vielfalt gibt es in Bayern keine regionalen Grenzen – immer aber ist er eine Brotzeit und die zünftigste Bierbegleitung.

Deshalb ist eine dazu eine Maß Bier über alle Maßen gut - nicht zuletzt, weil die Bayern das Reinheitsgebot für das Bier schon im Jahr 1516 diktiert bekamen und seitdem zuweilen laut und engagiert trinkend verteidigen. Wer sich dazu noch passend in Schale werfen möchte, findet bei trachtenwolf.de aktuelle Trachtenmode.
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