Schwarzkümmeöl für reine Haut - Fakt oder reines Marketing?

In der heutigen Zeit ist Schwarzkümmelöl eines der beliebtesten Pflanzenöle in der Naturkosmetik und in der Küche. Durch die Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten und dem feinen Geschmack ist es in vielen Haushalten zu finden. Insbesondere bei der Hautpflege setzen viele Menschen auf die Verwendung von Schwarzkümmelöl, da ihm eine sehr starke Wirkung gegen diverse Hauterkrankungen nachgesagt wird. Allerdings stellt sich hier die Frage, ob das Öl auch wirklich so gut für die Haut ist oder ob es sich um eine reine Marketing-Maßnahme handelt. Zum Glück nicht, denn die Wirkung des Schwarzkümmelöls wurde in einer Vielzahl von klinischen Studien belegt, und das Öl wird schon seit Jahrhunderten im Nahen Osten angewendet.

Schwarzkümmelöl – Natur-Produkt mit einer langen Tradition

Ursprünglich stammt der Echte Schwarzkümmel (Nigella sativa) aus Westasien, dem Irak und der Türkei. Allerdings gedeiht die 20 – 50 cm hohe Pflanze auch in weiteren Gebieten, wie Teilen von Südeuropa, Nordafrika und Indien.
Im Orient wird der Schwarzkümmel seit mehr als zwei Jahrtausenden verwendet, insbesondere als Medizin und Küchengewürz. Im Islam verdankt der Schwarzkümmel seine unglaublich große Popularität vor allem dem Spruch Mohammeds „Schwarzkümmel heilt jede Krankheit außer den Tod“, der im Hadith (Buchari) zu finden ist.

Die Inhaltsstoffe des Schwarzkümmelöls

Seine wohltuende und heilende Wirkung auf die Haut verdankt das Schwarzkümmelöl in erster Linie der sehr guten Verteilung der Fettsäuren. Der Anteil an ungesättigten Fettsäuren beträgt über 84 % und setzt sich zum großen Teil aus Gamma-Linolensäure zusammen. Zudem enthält das Öl die essentiellen Aminosäuren L-Glycin, L-Arginin, L-Tyrosin und L-Phenylalanin und die Vitamine A, B, C und E. Besonders wertvoll für die Haut sind die enthaltenen Mineralstoffe Biotin, Magnesium und Selen. Biotin ist ein essentielles Mineral, das für die Reproduktion der Haut verantwortlich ist.


Anwendungsmöglichkeiten von Schwarzkümmelöl als Hautpflege

Da Schwarzkümmelöl sowohl äußerlich wie auch innerlich verwendet werden kann, sorgt es gleich auf zwei verschiedenen Wegen für eine schöne und reine Haut.
Bei der äußerlichen Anwendung spendet das Öl der Haut Feuchtigkeit und versorgt sie zugleich mit essentiellen Vitalstoffen. So kann die Faltenbildung reduziert werden und die Haut ohne chemische Zusatzstoffe gepflegt werden. Zudem kann durch das Auftragen des Öls die Talgproduktion reguliert werden, was besonders bei Hauterkrankungen wie beispielsweise Akne sehr hilfreich sein kann.
Bei der innerlichen Anwendung von Schwarzkümmelöl wird der Körper mit den gesunden Inhaltsstoffen des Öls versorgt, besonders Interessant und wirksam ist hierbei, dass das Öl für einen Ausgleich von hormonellen Ungleichgewichten sorgt und die Synthese des körpereigenen Prostaglandins fördert. Durch diesen Stoff wird das Immunsystem reguliert und somit kann eine regelmäßige Einnahme des Schwarzkümmelöls bei einer Vielzahl von Hauterkrankungen helfen. Besonders die Ausprägung von Akne, Schuppenflechten und Neurodermitis lassen sich in den meisten Fällen deutlich mildern.

Wichtige Anmerkung: Sie sollten nach einmaliger Einnahme von Schwarzkümmelöl keine Wunder erwarten, das Öl muss über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um seine Wirkung entfalten zu können.

Die Qualität des Schwarzkümmelöls spielt eine wichtige Rolle bei der Hautpflege

Nicht jedes Öl eignet sich für die Hautpflege, da es weder extrahiert noch desodoriert oder raffiniert werden darf, da sonst die wertvollen Inhaltsstoffe zum Teil oder komplett zerstört werden. Lediglich die Kaltpressung eignet sich für die Gewinnung von hochwertigem Schwarzkümmelöl, zudem sollte auf die Herkunft und den Anbau geachtet werden. Es hat sich gezeigt, dass kaltgepresstes Schwarzkümmelöl aus Ägypten mit biologischem Anbau sehr hochwertig ist und den höchsten Anteil an Mineralien und Vitaminen enthält.
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